(Hinweis: Diese Seite gibt die originale Vorhabensbeschreibung aus dem Jahr 2006 wieder.)
Vorhabensbeschreibung
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Ausgangssituation
Der Seegüter- und insbesondere der Containertransport werden nach Ansicht führender Forschungsinstitute auch 2007 stabile Wachstumsraten erzielen. Clarkson Research und Global Insight erwarten beim weltweiten Containerumschlag im kommenden Jahr ein Plus von 8 bis 9 Prozent. Damit bestätigt sich der langfristige Trend, dass der globale Containerverkehr jedes Jahr um 6 bis 8 Mio. TEU zunimmt.
Der Containerverkehr wuchs im Hamburger Hafen auch im vergangenen Jahr wieder zweistellig und wird für 2006 rund 9 Mio. Container (umgerechnet auf 20-Fuß-Einheiten – TEU) betragen und bestätigt die langfristigen Prognosen für Hamburg, die bis 2015 eine weitere Verdopplung des Umschlags auf über 18 Mio. Container erwarten.
Hiervon ausgehend, ist für 2006 von einem Import-seitigen Containerumschlag von rund 4,5 Mio. TEU auszugehen.
Das bedeutet:
- 4,5 Mio. TEU, über die eine Vielzahl von Behörden in unterschiedlicher Form informiert werden muss
- 4,5 Mio. TEU, die gelöscht und im Hafen bereitgestellt werden müssen
- 4,5 Mio. TEU, die letztlich landseitig oder per Feeder weiterbefördert werden müssen
Um dieser Herausforderung – insbesondere vor dem Hintergrund knapper Ressourcen und zunehmend voller Strassen – jetzt und zukünftig gerecht werden zu können, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten – allen voran den Carriern, Kaibetrieben, Spediteuren und Behörden – zwingend erforderlich.
Eine Schlüsselstellung kommt hierbei der Informationstechnologie (IT) zu. Genauer gesagt, dem Grad der Standardisierung und Integration für die gesamte Prozesskette – von der Warenavisierung durch den Carrier bis hin zur Abwicklung des Weitertransportes durch die jeweiligen Verkehrsträger.
Die aktuelle Situation im Hamburger Hafen weist nur partielle IT-Lösungen auf, die in aller Regel unternehmensbezogen geprägt sind und bilateral zur Anwendung kommen.
Viele Prozesse werden noch manuell abgewickelt. Im Vordergrund stehen hierbei individuelle Formulare, die per Fax oder E-Mail ausgetauscht werden.
Eine übergreifende IT-Lösung für die Import-Abwicklung, die die (modalen) Anforderungen der Einzelnen unterstützt und zugleich den Gesamtprozess (intermodal) optimiert, gibt es im Hamburger Hafen derzeit nicht.
Zielsetzung
Ausgehend von der zuvor beschriebenen Ausgangssituation, soll mit IMP (Import Message Platform) eine übergreifende IT - Anwendungsplattform für die Unterstützung der Importabwicklung entstehen.
Die Hauptmerkmale des Ansatzes sind:
- Standardisierung der IT-Prozesse in der Importabwicklung
- Reduzierung der Schnittstellen – Single Window
- Mehrwert - Brückenschlag (Integration) der modalen Systeme zu einem Gesamtsystem
Die folgende Grafik verdeutlicht in vereinfachter Form den IMP-Ansatz:

Nutzen
Eine Umsetzung von IMP würde vorhandene Lösungen (modale Systeme der jeweiligen Branchen) zu einem Gesamtsystem integrieren und somit einen deutlichen Mehrwert für den Einzelnen und für die vollständige Importabwicklung über den Hamburger Hafen bedeuten.
Der Mehrwert liegt insbesondere in der deutlichen Vereinfachung der Prozesse, der besseren Planungsgrundlagen, die wiederum zur Optimierung der Logistikplanung führen und in der schnelleren und kostengünstigeren Abwicklung.
„IMP wäre das „Import Single Window“ für den Hamburger Hafen, das in der Importabwicklung zugleich deutliche Vorteile für den Einzelnen und für den Standort mit sich bringen würde.“